Ich bin mit meiner kulinarischen Weltreise wieder in Afrika gelandet. Bei vielen afrikanischen Gerichten ist es gar nicht einfach, alle dafür benötigten Zutaten bei uns zu finden. Das ist heute aber überhaupt kein Problem. Es gibt Yassa ganaar, wie es in der Sprache der Wolof heißt.
აჭარული ხაჭაპური 🇬🇪
Wer kann’s lesen?
Wer weiß was das ist?
Wer weiß wo wir sind?
Wer hat’s schon mal gemacht?
Viele Fragen und ich versuche sie zu beantworten. Also lesen kann ich es schon mal nicht und ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob man das so schreibt, aber das ist „Acharuli Khachapuri“. Wir sind in Georgien, genauer in der im Südwesten Georgiens, am Schwarzen Meer gelegenen, autonomen Republik Adscharien. Daher kommt wohl auch das „Acharuli“ im Namen. Khachapuri ist das Georgische überbackene „Käsebrot“ und diese spezielle Form ist auch noch mit einem mehr oder weniger rohem Ei gefüllt.
Chǎo Miàn 🇨🇳
Chǎo bedeutet „gebraten“ und Miàn „Nudeln“. Chǎo Miàn sind chinesische, gebratene Nudeln mit Gemüse und Fleisch. Wie weit gestreut Gemüse und Fleisch nun interpretiert werden kann, liegt auf der Hand. Das nachfolgende Rezept ist also nur eines von scheinbar unendlich vielen Möglichkeiten, solange die Nudeln gebraten sind. Aber auch hier gibt es durchaus Unterschiede.😉
Paella Valenciana 🇪🇸
Eigentlich war ich ja schon letzten Sommer in Spanien. Also nicht wirklich, leider, sondern nur kulinarisch. Da haben zwei Freunde und ich versucht diese Paella Valenciana, wie es traditionell gehört, über offenem Feuer zu machen. Der Versuch ist gelungen, das Raucharoma war präsent und es war fast wie Spanien-Urlaub. Nachdem das aber in einem Garten und zum Großteil nur bei Kerzenschein passiert ist, gab es damals keine brauchbaren Bilder.🤷♂️ Jetzt bin ich wieder über das Rezept gestolpert und habe es einfach in meiner Küche auf dem Ofen probiert.
Oladji 🇷🇺
Umgangssprachlich ist ein Blini ein Dummkopf.😉 Okay, aber was hat das mit Oladji zu tun und was ist das eigentlich? Nun, Oladji sind die kleinen dicken russischen Buchweizen-Pfannkuchen, die außerhalb Russlands immer für Bliný gehalten werden. Das habe ich bisher auch gedacht, aber wenn Wikipedia nicht irrt, dann stimmt das nicht! – Blini eben!🙈
Cullen Skink 🏴🇬🇧
Meine #kulinarischeweltreise hat mich diesmal nach Schottland geführt. Genauer gesagt in den Nordosten des Landes, an die in der Cullen Bay liegende Kleinstadt Cullen mit knapp 1500 Einwohnern. Damit wäre schon ein Teil des Namens meines heutigen Gerichts geklärt. Der Rest wird komplizierter, denn Skink klingt jetzt mal etwas komisch und dürfte aus dem schottisch-gälischen kommen und in etwa Schienbein oder Schinken heißen. Die ursprüngliche Basis dürfte also eine Rindsuppe sein und Cullen Skink ist also eine dicke Suppe aus geräuchertem Schellfisch, Erdäpfeln und Zwiebeln, die in Milch, Schlagobers und Suppe gekocht werden. Klingt gut, oder?
Kaspressknödel 🇦🇹🇮🇹
Auch als kulinarisch Weltreisender muss man von Zeit zu Zeit Inventur im Kühlschrank machen. Immerhin wollen wir ja keine Lebensmittel verschwenden oder gar wegwerfen. Wenn dann ein Stück Graukäse auftaucht, der rein zufällig aus dem Zillertal daher gekommen ist, dann wird es Zeit für ein Heimspiel.😀 Wobei, so ganz scharf kann man die Grenze nicht ziehen. Kaspressknödel gibt es wohl im gesamten Alpenraum, einzig die Käsesorte wird den regionalen Vorlieben angepasst. Eine spezielle Variante der Kaspressknödel, mit Graukäse, gehört aber eindeutig nach Tirol. Da kann man aber nur ganz schwer zwischen Süd- und Nordtirol unterscheiden. Macht ja nichts, dann wird das eben eine italienisch-österreichische Co-Produktion – also kulinarisches Heimspiel.😉
Bittara Appa 🇱🇰
Es ist ja nicht gerade so, dass ich nicht gerne koche, aber eine Woche Urlaub und damit verbunden keine Arbeit in der Küche kann auch was.😉 Dass das aber auch nicht immer einfach ist, hat sicher schon jeder erlebt. Es beginnt schon beim Frühstück, wo man mit der ersten schweren Entscheidung des Tages konfrontiert wird. Rührei, Spiegelei, Omelette, Waffel, Pancake oder doch nur ein weiches Ei?🙈 Nun, es soll Schlimmeres geben😅 und irgendwann ist dann der Urlaub leider auch wieder vorbei. Dann stellen sich aber, gerade wenn es ein Sonntag ist, ziemlich ähnliche Fragen in der eigenen Küche. Spiegelei oder Palatschinke oder doch beides? Gleichzeitig? Ja, auch das geht wenn man auf kulinarischer Weltreise unterwegs ist.
Hernekeitto ja pannukakku 🇫🇮
Die Geschichte mit „Hernekeitto ja pannukakku“ hat für mich etwas verwirrend begonnen, denn zuerst habe ich gedacht der „Pannukakku“, wird mit der Suppe gegessen.🤔 Die Marmelade, die dazu serviert werden soll, hat mich dann stutzig gemacht!😬 Ach ja, „Hernekeitto“ ist eine einfache Erbsensuppe und „Pannukakku“ ein Pfannkuchen. Solltest du irgendwann an einem Donnerstag in Finnland in einer Kantine oder Mensa essen gehen, dann wirst du möglicherweise genau dieses Menü bekommen. Zumindest wird auf finnischen Blogs behauptet, Hernekeitto ja pannukakku gibt’s in Finnland „immer“😜 am Donnerstag.
Dreikornbrot {Sauerteigbrot}
Ja, mein „Roger“ lebt noch und ich backe mit meinem Roggen-Vollkorn-Anstellgut noch immer regelmäßig mein eigenes Brot. Dabei probiere ich immer wieder neue Varianten aus und einige Rezepte wollte ich längst hier niederschreiben, bloß die Zeit fehlt mir. Dieses Dreikornbrot muss heute aber raus, denn es hat einen echt tollen und kräftigen Geschmack und ist ein 100% Vollkornbrot.