Immer wieder taucht auf den diversen Social-Media-Kanälen eine „Babka“ auf und mindestens genau so lange geistert der Gedanke in meinem Kopf herum, so etwas auch einmal zu probieren. Sieht zwar etwas kompliziert aus, aber letzten Sonntag war es dann soweit. Das Wetter war schlecht und wenn irgendwas die Laune heben kann, dann wohl ein Stück Kuchen. Da hat sich dann aber gleich die Frage gestellt, wo die Babka eigentlich ihren Ursprung hat. Das ist gar nicht so leicht aufzuklären, den die Babka gibt es sowohl in Polen, aber auch über die Ukraine bis nach Albanien und in vielen weiteren Ostländern. Babka oder Baba bedeutet in diesen Ländern so viel wie Großmutter. Dort ist es aber eher ein ungefüllter Kuchen aus Germteig in Guglhupf-(Napfkuchen)-Form. Der gefüllte Germ-Zopf, der in einer hohen Kastenform gebacken wird, dürfte jüdische Wurzeln haben. Der Kuchen ist meist mit Zimt oder Schokolade gefüllt und mit Streuseln dekoriert. Die nicht geflochtene, sondern nur gerollte Form, die auch bei uns üblich ist, dürfte dem „Kokosh“ aus den jüdischen Bäckereien sehr ähnlich sein (Quelle: Wikipedia). Ein weiteres Indiz für die israelische Herkunft ist auch das im Internet wohl am häufigsten aufscheinende Babka-Rezept aus „Jersualem“, von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi.
Kategorie: Brot und Gebäck
55. Dauert manchmal, aber der Duft ist umwerfend
„Luis“ – Bergsteigerbrot {Sauerteigbrot}
Was in einem Jahr so alles passiert und was man sich vorher überhaupt nicht vorstellen konnte, darüber denkt man gerade nach einem Jahr der Pandemie öfters nach. Es gibt aber, und daran muss man festhalten, auch durchaus positive Ereignisse. Ein solches war die Geburtsstunde meines Roggen-Sauerteigs vor ziemlich genau einem Jahr. Es ist also Zeit Geburtstag zu feiern und wie könnte man das besser machen, als mit einer neuen Brot-Kreation.
WeiterlesenBolle und Totenkringler 🇳🇴
Norwegen ist definitiv ein Land, welches auf meiner Urlaubs-Todo-Liste ganz hoch oben steht und das ich unbedingt besuchen möchte. Klar, dass mein Finger schon deshalb auf der großen (Google) Landkarte auch bei Norwegen hängen geblieben ist. Leicht verwirrt habe ich dann erstmalig von „Totenkringler“ gelesen. Was soll denn das sein und hat das was mit Begräbnis zu tun? Die sprachliche Verwirrung hat sich rasch aufgeklärt. Toten ist eine Region in Norwegen, aus der diese Spezialität kommt und Kringler heißt so viel wie Brezel oder Knoten. Totenkringler sind also schlicht und einfach Germteig-Knoten.
„Reini“ – 100% Roggenbrot {Sauerteigbrot}
Bald ist es soweit, dann feiert „Roger“, mein Roggenvollkorn-Anstellgut, seinen ersten Geburtstag. Mein aktuell letztes Werk mit „Roger“ ist wohl zutatenmäßig die Minimalanforderung an ein Sauerteigbrot. Wasser und Mehl, keine Extra-Hefe, kein Brotgewürz, nur ein kleiner Teil Schwarzroggenmehl, etwas Honig und Salz sorgen für Geschmack und Aroma.
„Blacky“ – Schweizer Krustenlaib {Sauerteigbrot}
Es heißt ja nicht umsonst „Gut Ding braucht Weile“.😉 Bei mir dauert es manchmal (meine Frau verdreht die Augen und sagt „immer“🤔) auch etwas länger, bis ich neue Dinge ausprobiere. Ich habe bis jetzt alle meine Brote im Topf gebacken und das obwohl der Pizzastein für das Backrohr schon ein paar Tage, ähm Monate, auf seinen Einsatz wartet. Tadaaaa, jetzt war’s soweit. Mein erstes „frei“ gebackenes Sauerteigbrot ist fertig.
„Madame Crousto“ Mischbrot {Sauerteigbrot}
Meine Brote haben eine gewisse optische Ähnlichkeit. Das ist auch durchaus erklärbar, da ich fast alle Brote in meinem gusseisernen Topf mache. Ich erziele damit, auch in einem mittlerweile in die Jahre gekommenen Standard-Backofen, ein durchaus ansehnliches, aber vor allem backtechnisch nahezu perfektes Ergebnis. Wie auch im wahren Leben kommt es auf die inneren Werte an. Die sind durchaus immer unterschiedlich, wie auch bei diesem für mich bisher besten Mischbrot.
Körner-Weizenmischbrot {Sauerteigbrot}
Oft hören sich Brotrezepte ja wirklich kompliziert an und können einen Anfänger schon abschrecken. Wenn man dann etwas genauer hinsieht und vielleicht auch noch die eine oder andere (zeitliche) Vereinfachung einbaut, dann hält sich der Aufwand schon in Grenzen. Jetzt bin ich, auf den allseits bekannten Brotback-Blogs (homebaking.at, ploetzblog.de), immer öfter auf Brote mit zwei verschiedenen Sauerteigen gestoßen. Nachdem ich aus meinem „Roger“, also meinem Roggenvollkorn-Anstellgut, schon vor längerer Zeit auch ein Weizenvollkorn-Anstellgut „gezüchtet“ habe, hat sich so ein Brot ja förmlich aufgedrängt.😉
Einkorn-Roggen-Brot {Sauerteigbrot}
Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich fünf Monate nach dem „Virtuellen-Sauerteig-Bootcamp“ mit Claudia noch immer mein eigenes Brot backe. Ich glaube sogar, dass ich in der Zwischenzeit gar kein Brot mehr gekauft habe. Zumindest ein- bis zweimal pro Woche wird frisches Brot gebacken. Natürlich hat nicht immer alles funktioniert und manche Teige waren eine richtige Herausforderung. Zum Glück hat meine Frau nicht alles gesehen.😅 Die Küche steht aber noch und zumindest essbar waren (fast) alle Versuche.
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