Ojja ­čç╣­čç│

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Wo bin ich denn da gelandet und kann das wirklich sein? Zun├Ąchst einmal bin ich in Nordafrika, genauer gesagt in Tunesien, gelandet und das heutige Gericht meiner „kulinarischen Weltreise“ hei├čt dort „Ojja“. Das sieht doch aus wie die w├╝rzige Paprika-Tomaten-Sauce mit den pochierten Eiern, oder? „Shakshuka“, in Tunesien? Kommt das nicht aus Israel? Nun, es d├╝rfte genau anders herum sein und aus der tunesischen „Ojja“ wurde in Israel, durch afrikanische Einwanderer, die „Shakshuka“. Wobei es „Chakchouka“ auch in Tunesien gibt, die allerdings mit Kartoffeln gemacht wird, aber das ist wieder eine andere Geschichte.­čśë

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Das traditionelle Ojja kombiniert Merguez, eine w├╝rzige Lammwurst, in einer pikanten Tomaten-Paprika-Sauce mit darin „pochierten“ Eiern zu einer herzhaften, s├Ąttigenden Mahlzeit. Neben der Merguez, die ich zum Gl├╝ck beim Metzger meines Vertrauens bekomme, ist die tunesische Harissa das Geheimnis dieses Gerichtes. Wenn es eine typisch tunesische Zutat gibt, dann ist das die dicke, scharf-pikante Harissa-Paste, die nicht zu Unrecht als Markenzeichen der tunesischen K├╝che gilt. Harissa kann als W├╝rzung f├╝r gegrilltes Fleisch und Fisch verwendet oder f├╝r einen scharfen Kick in Suppen und Eint├Âpfe einger├╝hrt werden. Die Paste wird oft auch als Dip-Sauce mit Brot serviert.­čöą Die Sch├Ąrfe der Harissa variiert je nach Anzahl und Art der verwendeten Chilischoten. Die Schoten werden normalerweise ger├Ąuchert, um ein komplexes, tiefes Aroma zu bekommen und mit den restlichen Zutaten im M├Ârser zubereitet.

Ojja wird am besten mit „Khobz Tabuna“ anstelle eines L├Âffels oder einer Gabel gegessen. ÔÇ×KhobzÔÇť hei├čt Brot auf tunesisch und ÔÇ×TabunaÔÇť ist ein einfacher Ofen/Topf aus Ton. Ich glaube bei „Kitchen impossible“ musste irgendwer in einem solchen Ofen das Brot an die hei├če Topfwand „klatschen“ und darin backen.­čĄö Das erspare ich mir hier, mein Backofen muss reichen.­čśů Aber jetzt geht’s los, denn es ist doch einiges zu tun!

Ojja ­čç╣­čç│

Tags: #einnudelsiebbloggt #in80gerichtenumdiewelt

Zutaten (2 Portionen):
Khobz Tabuna
  • 300 ml Wasser, lauwarm
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Salz
  • ┬Ż W├╝rfel Germ, frisch (21g)
  • 100 ml Oliven├Âl
  • 500 g Mehl
Tunesische Harissa
  • 200 ml Pflanzen├Âl
  • 1 Dose Paradeiser, gew├╝rfelt (400g)
  • Chiliflocken oder getrocknete Chilis
  • Wasser
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Kreuzk├╝mmel, gemahlen
  • 1 EL K├╝mmel, gemahlen
  • 1 TL Paprikapulver, ger├Ąuchert
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Essig
  • 50 ml Oliven├Âl
Ojja
  • 2 Paar Merguez (200 g)
  • 3 EL Oliven├Âl
  • 1 Zwiebel, gro├č (200 g)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Paprikaschoten, gr├╝n
  • 1 Paprikaschoten, rot
  • 8 Paradeiser (300 g)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Harissa (je nach Sch├Ąrfe auch etwas mehr)
  • 1 EL Paprikapulver, edels├╝├č
  • 1 EL Paprikapulver, ger├Ąuchert
  • Meersalz
  • 3 Eier
  • Koriander und/oder Schnittlauch
Zubereitung:
Khobz Tabuna
  • Das Wasser mit dem Zucker und dem Salz in eine R├╝hrsch├╝ssel geben und aufl├Âsen lassen.
  • Die Germ und das Oliven├Âl hinzuf├╝gen und mit einem L├Âffel leicht vermischen.
  • Das Mehl in die Sch├╝ssel geben und mit dem Knethaken in der K├╝chenmaschine gut 10 Minuten kneten, bis ein homogener Teig entsteht.
  • Den Teig zugedeckt eine gute Stunde gehen lassen.
  • Das Backrohr auf 180┬░C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig in vier Teile teilen, zu Kugeln formen und auf einem, mit Backpapier belegten, Blech mit den H├Ąnden sanft flach dr├╝cken.
  • Die Fladen mit einer Gabel mehrmals einstechen, zugedeckt weitere 30 Minuten gehen lassen, ca. 30 Minuten backen und danach auf einem Gitter abk├╝hlen lassen.
Tunesische Harissa
  • Das ├ľl in einem kleinen Topf auf schwacher Hitze erw├Ąrmen, die Dosen-Tomaten hinzuf├╝gen und gut 20 Minuten leicht k├Âchelnd braten.
  • In der Zwischenzeit die Chiliflocken oder getrockneten Chilis in lauwarmen Wasser einweichen. Die Menge ist abh├Ąngig vom pers├Ânlichen Geschmack und von der Sch├Ąrfe der Chilis. Ich habe ein (Tomaten-)Dose voll getrockneter Chilis (gut 20 St├╝ck) verwendet und diese mit Wasser aufgef├╝llt.
  • Die Chilis mit dem Wasser im Mixer zu einer groben Paste p├╝rieren (das ist bei Chiliflocken nicht notwendig) und in den Topf geben.
  • Den K├╝mmel, das Paprikapulver, die (ausnahmsweise!) durchgepressten Knoblauchzehen mit etwas Salz hinzuf├╝gen und gut verr├╝hren.
  • Den Topf abdecken und ca. 20 Minuten auf kleiner Stufe k├Âcheln, bis die Chilis weich sind und eine dickfl├╝ssige Konsistenz entsteht.
  • Die Harissa vom Herd nehmen, mit etwas Essig und Salz abschmecken (Achtung: k├Ânnte echt scharf sein!) und das Oliven├Âl untermischen. Am Ende sollte eine cremige, aber nicht fl├╝ssige, Paste herauskommen.
  • Die Harissa am besten in kleine Gl├Ąser abf├╝llen und k├╝hl lagern.
Ojja
  • Die Merguez in einer Pfanne mit ganz wenig ├ľl rundherum braten, herausnehmen und beiseite stellen.
  • Das Oliven├Âl in der Pfanne erhitzen.
  • Die Zwiebel und die Knoblauchzehen sch├Ąlen, in Streifen schneiden und in der Pfanne bei mittlerer Hitze einige Minuten braten, bis sie duften und weich werden.
  • Die Paprikaschoten l├Ąngs vierteln, entkernen und quer in Streifen schneiden, in die Pfanne geben und weich schmoren.
  • Die Paradeiser in d├╝nne Spalten schneiden, in die Pfanne geben und einige Minuten braten, bis sie weich werden und zerfallen.
  • Das Tomatenmark und die Harissa hinzuf├╝gen und gut vermischen.
  • Mit dem Paprikapulver und etwas Salz w├╝rzen, einige Minuten braten und mit etwas Wasser (ca. 100-200 ml) abl├Âschen und einkochen lassen, bis die Mischung dickfl├╝ssig wird.
  • Die Merguez in die Pfanne geben und erw├Ąrmen.
  • Mit einem L├Âffel drei L├Âcher in der Sauce machen, die Eier aufschlagen, in die L├Âcher geben, leicht salzen und (mit Folie) zugedeckt k├Âcheln, bis das Eiwei├č fest und das Eigelb noch leicht fl├╝ssig ist bzw. den gew├╝nschten Gargrad hat.
  • Den Koriander und den Schnittlauch fein schneiden.
  • Die Pfanne vom Herd nehmen, mit den Kr├Ąutern garnieren und mit „Khobz Tabunas“ servieren.
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Ojja ­čç╣­čç│

Dieses wahrlich herzhafte Gericht, das allen geschmeckt hat, wird in Tunesien zu jeder Mahlzeit gegessen. Das man das auch zum Fr├╝hst├╝ck isst, kann man sich als Europ├Ąer aber nur schwer vorstellen. Wenn man das Gericht vom Anfang bis zum Ende macht, dann ist das nicht gerade „das schnelle Essen“. Es zahlt sich aber definitiv aus, die Harissa-Paste selbst zu machen und die Menge reicht locker f├╝r die n├Ąchsten Ojja-Pfannen.

Kleiner Hinweis am Rande: Die Harissa-Paste passt auch super als W├╝rzung f├╝r Ofengem├╝se, besonders zu Erd├Ąpfeln.


Scharfes Vergn├╝gen!


nudelsieb

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