Reisfleisch "Mraz & Sohn"

Reisfleisch „Mraz & Sohn“

Wo sind die Kitchen Impossible Fans? Ich bin ja oft geneigt, über die Sendung „drüber zu zappen“, da ich Tim Mälzer mit seinen (höflich ausgedrückt) Schimpf-Tiraden nur ganz schwer aushalte. Die Kochshow an sich ist durch die verschiedensten Länder, Locations und Köche sehr abwechslungsreich. Es ist auch spannend den Spitzenköchen, also nicht dem Tim oder heißt er jetzt Jürgen😅 (kleiner Sendungs-Insider), bei scheinbar „einfachen“ Aufgaben schwitzend und fluchend🙈 am Herd zuzusehen. Letzten Sonntag hat Tim Mälzer für Christoph Kunz als Zielland Österreich, genauer gesagt das Restaurant „Mraz & Sohn“ in Wien, ausgewählt. Er „durfte“ dort das Personal-Essen, „das“ Reisfleisch vom Chef persönlich, nachkochen. Als „Foodie“ bleibt man spätestens dann bei der Sendung hängen.😜

Reisfleisch „Mraz & Sohn“

Reisfleisch hat wohl schon jeder einmal gemacht, aber bei der Mraz & Sohn Version hat man schon die Handschrift eines Hauben-Lokals gesehen und vor allem der Kick mit dem Chili-Salsa hat mir gut gefallen. Blöderweise ist das Mraz & Sohn in Wien und auch wenn ich jetzt dort wäre, würde ich dieses Reisfleisch wohl eher nicht bekommen. Was bleibt einem Koch-Verrückten also übrig, als das selbst auszuprobieren. Deshalb habe ich mir den Teil der Sendung noch einmal angesehen und die Zutaten fleißig notiert. Die verwendeten Mengen kann ich nur schätzen, aber einen großen Vorteil habe ich auf jeden Fall. Ich habe zumindest gesehen wie es geht!😉

Reisfleisch „Mraz & Sohn“

Quellenangabe: Mraz & Sohn – Kitchen Impossible
Tags: #einnudelsiebbloggt #kitchenimpossible

Zutaten (8 Portionen):
Reisfleisch
  • 1½ kg Zwiebeln
  • 3 EL Schweineschmalz
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1,3 kg Schweineschulter (Vulkanland-Schwein, Mangalitza, …)
  • 4 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 EL Paprikapulver scharf
  • 4 EL Majoran, gerebelt
  • 1 EL Kümmel, gemahlen
  • 3 EL Estragon Senf
  • 4 EL Essig
  • 1,4 l (Schweine)Fond
  • Salz
  • 500 g Langkorn Reis
Knoblauch-Paprika-Gemüse
  • 1 EL Schweineschmalz
  • 12 Knoblauchzehen
  • 2 Spitzpaprika (250 g)
Chili-Salsa
  • 2 Zwiebeln, weiß (200 g)
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 6 Chilischoten
  • 1 EL Honig
  • 50 ml Apfelbalsamessig
  • 20 ml Kürbiskernöl
  • Salz
  • Blattsalat
  • Parmesan, gerieben
Zubereitung:
Reisfleisch
  • Die Zwiebeln schälen und grob (1 cm) würfeln.
  • Das Schweineschmalz und das Sonnenblumenöl in einem großen Schmortopf erhitzen und die Zwiebeln darin ganz langsam, mindestens 30 Minuten schmoren, bis sie leicht goldbraun geworden sind.
  • Das Schweinefleisch in mundgerechte Stücke (2 x 2 cm) teilen, in einer eigenen Pfanne mit etwas Schweineschmalz rundherum scharf anbraten und leicht salzen.
  • Das Backrohr auf 200°C Ober-/Unterhitze aufheizen.
  • Das Paprikapulver, den Majoran und den Kümmel zu den Zwiebeln geben und kurz mitrösten.
  • Den Estragon-Senf einrühren um mit dem Essig ablöschen.
  • Das Fleisch hinzugeben, mit dem Fond aufgießen, salzen und aufkochen lassen.
  • Den Schmortopf mit einem auf Topfgröße zugeschnittenen Bogen Backpapier abdecken und im Backrohr ca. 1,5 – 2 Stunden schmoren.
  • Den Topf aus dem Backrohr nehmen, den Schmorsaft abschöpfen und den Topf abgedeckt wieder in den ausgeschalteten Ofen stellen und warm halten.
  • Den Reis laut Packungsanleitung im Schmorsaft (eventuell mit Wasser strecken) bissfest garen.
  • Den Reis und das Knoblauch-Paprika-Gemüse mit dem Fleisch vermischen und eventuell noch mit Salz abschmecken.
Knoblauch-Paprika-Gemüse
  • Den Knoblauch schälen, klein würfeln und im Schmalz ganz langsam schmoren.
  • Die Spitzpaprika entkernen, in kleine Würfel schneiden, zum Knoblauch geben und anschwitzen.
  • Mit Salz abschmecken und beiseite stellen.
Chili-Salsa
  • Die Zwiebeln schälen, vierteln, quer in Streifen schneiden und in Sonnenblumenöl langsam weich schmoren.
  • Die Chilischoten entkernen, quer in feine Streifen schneiden, zu den Zwiebeln geben und einige Minten mitschmoren.
  • Den Honig einrühren leicht karamellisieren lassen, mit dem Apfelbalsamessig ablöschen, kurz aufkochen lassen und salzen.
  • Den Topf vom Herd nehmen und das Kürbiskernöl kurz vor dem Servieren einrühren.
  • Den Blattsalat mit einer klassischen Marinade (Essig, Öl, Zucker, Salz, Pfeffer) marinieren und mit Schnittlauch bestreuen.
  • Das Reisfleisch servieren und nach persönlichem Geschmack mit mehr oder weniger Chili-Salsa und Parmesan genießen.


❗ Ich habe die Schulter eines Vulkanland-Schweines aus meiner Region, anstelle eines Mangalitza-Schweines verwendet. Wie beim Original habe ich die Schwarte ebenfalls verwendet. Beim nächsten mal werde ich die Schwarte grob wegschneiden und zwar mitschmoren, aber vor dem Servieren entfernen. Sie ist zwar grundsätzlich in Ordnung und weich, sorgt aber trotzdem für ein eher ungewöhliches Mundgefühl.

❗ Optimalerweise kann aus den Knochen, Zwiebeln, Lorbeerblättern, Pfeffer, Salz etc. ein Fond angesetzt werden. Alternativ geht auch ein Gemüsefond oder einfach Wasser.

❗ Nachdem mein großer Bräter, und den braucht’s für diese Menge, am Ofen nicht wirklich Platz hat habe ich das Fleisch im Backrohr geschmort. Ich denke, dass das durch die gleichmäßige Hitze sowieso einfacher und besser geht!

... ob das reichen wird? 😂🙈

… ob das reichen wird? 😂🙈

Reisfleisch „Mraz & Sohn“

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Reisfleisch „Mraz & Sohn“

Eines gleich vorweg. Es ist nicht wenig Arbeit und dauert dann schon einige Zeit, aber es ist den Aufwand durchaus wert. Das Fleisch ist durch das lange sanfte schmoren butterweich und geschmacklich ist das Reisfleisch gut abgestimmt. Wie vermutet macht das Reisfleisch mit der Chili-Salsa, mit Kernöl💚😀, am Gaumen sehr viel Spaß.

Fazit: Hut ab vor den Köchen, die das einfach so erkennen und „zusammenbasteln“ müssen. Wenn man gesehen hat wie es geht, dann ist die Mission gar nicht so „impossible“.

PS: Man sollte bei diesen Mengen auch ein paar Gäste einladen!🙈


Gutes Gelingen!


nudelsieb

8 Gedanken zu “Reisfleisch „Mraz & Sohn“

  1. Alex schreibt:

    Ich bin auch Fan und danke dir für dein Interesse am Reisfleisch. Früher gab es das in einer Kantine in der Nähe meiner Arbeit. Obwohl es sicher nicht auf diesem Niveau gekocht war, schmeckte es mir sehr gut – und durch dich habe ich jetzt ein super Rezept 🙂

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  2. evenyleve schreibt:

    Hier – also ich bin tatsächlich definitiv Fan – nicht von den Pöbeleien, nein, aber von den Köchen, den Herausforderungen und Mälzers Fähigkeiten sind schon ganz besonders, also nicht verbal – aber er ist auch eine ganz andere Generation, der Sohn sagt mir immer wieder, dass es mit daran liegt.
    Mraz ist ja schon eine echte Klasse für sich und ich erinnere mich gut an die Folge mit Lukas Mraz, die gezeigt hat, was für ein genialer Koch er ist.
    Und heute Abend geht der Kochwahnsinn weiter, freue mich schon :)!
    Liebe Grüße, Ev

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    • Ein Nudelsieb bloggt schreibt:

      Ich finde Kitchen Impossible ja auch ok und irgendwie gewöhnt man sich auch an den Mälzer.😅 Der Mraz steht noch auf meiner kulinarischen To-Do Liste. Da muss ich unbedingt einmal hin.
      Natürlich schauen wir heute wieder. Vielleicht gibt’s ja wieder etwas zum Ausprobieren 😜
      Liebe Grüße Günter

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  3. kormoranflug schreibt:

    Die Spitzenköche sind in ihrer Wortwahl nicht immer nett. Da weiss man wie es in der Küche bei denen zugeht. Tim Mälzer hat trotz der oft dargelegten Derbheit scheinbar eine tolle Begabung selbst komplizierte Sterne-Koch-Kunst herauszufinden und nachzukommen. Noch unerträglicher finde ich den anderen Tim Raue bei seinem Versuch durch blödes Sprüche über sein Weichei hinwegzutäuschen

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    • Ein Nudelsieb bloggt schreibt:

      Also wenn die tatsächliche alles selbst herausfinden dann ist das schon eine tolle Leistung. Manchmal hüpfen sie dann „zufällig“ in einen Laden wo sie die notwendigen Zutaten bekommen oder Dinge zum Gericht erfahren. In den Profi-Küchen dieser Welt herrscht sicher auch oft ein rauer Ton. Irgendwie gehört dieses Geschimpfe dann ja auch zu der Sendung. Ist ja eine Koch-Show😉

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    • Hofberichterstatter schreibt:

      Ich habe in einem Fünf-Sterne-Hotel gearbeitet, und als ich einmal durch die Küche ging, hat ein Koch fürchterlich geflucht. Der Hoteldirektor, der mit mir unterwegs war, ein kleiner, sehr kompakter Mann, hat sich vor ihm hingestellt, streng zu ihm aufgeschaut, den Zeigefinger erhoben und gesagt:
      „Schön sprechen, Fünfsternhotel!“
      Werd‘ ich nie vergessen.

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      • Ein Nudelsieb bloggt schreibt:

        Ja, das kann ich mir vorstellen.😉 Wahrscheinlich wird der Tim deshalb auch nie in der Küche eines Fünf-Sterne-Hotels stehen.🙊 Wobei, etwas fluchen kann schon mal passieren, wenn etwas daneben geht. Aber in meiner Hobby-Küche hören es nicht viele.😂

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