Borschtsch 🇺🇦🇷🇺

Borschtsch 🇺🇦🇷🇺

Wenn man eine Weltreise unternimmt, dann kommt man leider auch einigen Krisenregionen dieser Welt recht nahe.🤷‍♂️ Das kann auch kulinarisch passieren und heute muss ich aufpassen, dass ich nicht zwischen die Fronten gerate.😜 Über den politischen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland will ich hier nicht reden, aber auch wenn es um eines der Nationalgerichte beider Länder geht, gibt es ziemlich verhärtete Fronten. Wir reden hier über Essen und ja, es geht um Borschtsch, die traditionelle Rote-Rüben Suppe, die, wenn man etwas über den Tellerrand blickt, in ganz Osteuropa, wenn auch meist etwas unterschiedlich, verbreitet ist.

Borschtsch 🇺🇦🇷🇺

Borschtsch 🇺🇦🇷🇺

Seit Monaten wird in der Ukraine über das „Borschtsch“-Problem diskutiert und behauptet, Russland habe das kulinarische Wahrzeichen der Ukraine gestohlen. Im Gegenzug wird Borschtsch als russisches Nationalgericht hochgelobt und in der ganzen Welt „beworben“. Die ukrainische Variante der Borschtsch-Zubereitung soll nun bei der UNESCO als immaterielles Kulturerbe festgeschrieben werden. Auf jeden Fall findet in den sozialen Medien, nahezu unter jedem Beitrag, in die eine oder andere Richtung, die „Schlacht um Borschtsch“ statt.🙈 Das braucht ja wirklich keiner, oder? Wo auch immer Borschtsch nun herkommt oder wer auch immer Anspruch auf das Original erhebt, im Sinne der Völkerverständigung und des Weltfriedens mache ich einfach meine eigene Suppe. Борщ по-домашньому – Borschtsch nach Art des Hauses!

Wie bei so vielen Gerichten und Rezepten gibt es auch hier sowieso nicht das einzig „wahre Rezept“. Sowohl die Zubereitung, als auch die Zutaten sind regional oft sehr unterschiedlich. Wenn ich das vorsichtig behaupten darf, dann sind sich die beiden Länder bei den Grundzutaten aber ziemlich einig. Borschtsch besteht fast immer aus (Rind-)Fleisch, Roten Rüben, Weißkraut (wusste ich nicht!), Karotten, Erdäpfeln, Zwiebeln und Tomaten. Traditionellerweise sagt man, dass in Borschtsch so viel Gemüse sein muss, damit ein Kochlöffel im Suppentopf stehen bleibt. Das ist ein Auftrag – ich werde es ausprobieren.😜


Borschtsch 🇺🇦🇷🇺

Tags: #einnudelsiebbloggt #in80gerichtenumdiewelt

Zutaten:
    Suppe
    • 500 g Rindfleisch, zum Kochen (z.B. Schulter, Hüftspitz)
    • Suppenknochen
    • 1 Zwiebel
    • 150 g Knollensellerie
    • 1 Lorbeerblatt
    • 2 Zweige Liebstöckl (oder Selleriegrün)
    • 10 Pfefferkörner
    • 3 Wacholderbeeren
    • 3 Pimentkörner
    • 2 l Wasser
    Einlage
    • 200 g Erdäpfel, festkochend
    • 500 g Rote Rüben
    • 2 Karotten
    • 150 g Weißkraut (Kohl oder auch Rotkraut)
    • 2 Tomaten
    • Salz
    • Pfeffer
    • 1 EL Butter
    • 2 EL Tomatenmark
    • 2 EL (Rot-)Weinessig
    • 1 Prise Zucker
    • 2 Zweige Petersilie
    Garnitur
    • Sauerrahm
    • Dill, frisch
    Zubereitung:
      Suppe
      • Das Rindfleisch und die Suppenknochen kalt abwaschen und in einen großen Suppentopf geben.
      • Die Zwiebel schälen und halbieren.
      • Die Knollensellerie schälen und in grobe Stücke schneiden.
      • Die Zwiebel und die Sellerie mit allen Gewürzen und zwei Litern Wasser in den Suppentopf geben und zugedeckt zum Kochen bringen.
      • Alles bei kleiner Hitze etwa zwei Stunden leise weich köcheln lassen.
      • Das Fleisch aus der Suppe nehmen und die Brühe durch ein Sieb gießen.
      Einlage
      • Die Erdäpfel, die Karotten und die Roten Rüben schälen und in kleinere, mundgerechte Würfel schneiden.
      • Das Kraut quer, in nicht zu lange Streifen schneiden.
      • Die Tomaten ganz klein würfeln.
      • Einen Liter der Fleischbrühe in den Suppentopf geben, aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Erdäpfel-Würfel darin 15 Minuten leicht köcheln.
      • Die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Roten-Rüben und Karotten darin kurz, aber kräftig anrösten.
      • Die Krautstreifen hinzufügen und ebenfalls anbraten.
      • Das Tomatenmark einrühren und kurz anrösten.
      • Die Tomaten unterrühren und mit etwas Brühe ablöschen.
      • Den Essig, und den Zucker hinzufügen, mit Salz und Pfeffer würzen und alles bei kleiner Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast verdampft ist.
      • Das Gemüse in den Topf zur Suppe geben und alles zusammen zirka 20 Minuten gar köcheln lassen. Nach Bedarf noch etwas Brühe hinzufügen.
      • Das Fleisch in Würfel schneiden und in der Suppe zirka 10 Minuten heiß werden lassen.
      • Die Petersilie grob hacken, einrühren, die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
      • Die Suppe in Schüsseln anrichten und mit Sauerrahm und gezupftem Dill garnieren und servieren.


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      Dem „Kochlöffel-Test“ zufolge war mein Süppchen schon nicht schlecht und auch geschmacklich hat mein Borschtsch meine Mitesser überzeugt. Wie bei so vielen Gerichten, die ich während meiner kulinarischen Weltreise meist erstmalig probiert habe, stellt sich immer wieder die gleiche Frage. Warum habe ich das bisher noch nie gemacht? Borschtsch wird es in diesem Winter garantiert öfter geben!😍😋


      Mahlzeit!


      nudelsieb

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