Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

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Reisauflauf oder Milchreis kenne ich als bekennender SĂŒĂŸer schon, aber von diesem philippinischen „Klebrigen Reiskuchen“ habe ich noch nie gehört. Den Klebereis mit Kokosmilch gibt es natĂŒrlich in vielen Varianten, Zubereitungsarten und damit auch unter vielen verschiedenen Namen. Je weiter entfernt Gerichte von meiner KĂŒche sind, desto schwieriger ist oft auch die Interpretation der, manchmal gruseligen, (Google-)Übersetzung.🙈 Wenn ich das richtig verstanden habe, dann unterscheidet sich „Bibingka Malagkit“ vom sehr Ă€hnlichen „Biko“ durch die Beigabe von weißem oder braunem Zucker beim Kochen des Klebereis. Es könnte auch sein, dass Bibingka mit Reismehl und Biko mit Reis gemacht wird.đŸ€·â€â™‚ïž FĂŒr das „Topping“ wird Kokoscreme mit Muscovado-Zucker aufgekocht, bis das Wasser verdampft ist und die Masse zu einem karamellartigen Sirup, auch „Latik“ genannt, einkocht. Klingt doch sĂŒĂŸ, oder?

Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

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Im Grunde ist der Reiskuchen eine ganz einfache und schnelle Geschichte, denn der Klebereis und der Sirup benötigen nur wenige Zutaten und beides gemeinsam wird kurz im Ofen ĂŒberbacken. Wichtig ist der Muscovado-Zucker, der dunkelbraune Vollrohrzucker, der mit viel natĂŒrlicher Melasse den Sirup dunkler und nussiger im Geschmack macht. Er ist zwar auch nicht gesĂŒnder als normaler Zucker, aber geschmacklich doch sehr unterschiedlich. Dass ich gerade keine Pandan-BlĂ€tter, ehrlich gesagt noch nie gehört, im Haus hatte war nicht weiter tragisch. Die grĂŒnen BlĂ€tter der gleichnamigen Palme, kann man weglassen oder so wie ich mit etwas Vanillemark und einem Lorbeerblatt ersetzen.đŸ€·â€â™‚ïž Auch das auf den Philippinen ĂŒbliche Bananenblatt, fĂŒr die Form in dem der Kuchen gebacken und serviert wird, konnte ich bei mir im Garten nicht finden.🧐 So ist eben „mein“ Bibingka Malagkit daraus geworden.😜

Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

Tags: #einnudelsiebbloggt #in80gerichtenumdiewelt

Zutaten (4 Portionen):
Reis
  • 250 g Klebereis (Sushi-Reis)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 150 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 Lorbeer-Blatt, frisch (optional, statt Pandan-BlĂ€tter)
  • Âœ Vanilleschote
  • 30 g Zucker, weiß
(Latik-)Sirup
  • 200 ml Kokosmilch, dickflĂŒssig
  • 100 g Muscovado-Zucker (oder brauner Vollrohr-Rohzucker)
  • 1 Prise Salz
Zubereitung:
(Latik-)Sirup
  • Die Kokosmilch mit dem Muscovado-Zucker und einer guten Prise Salz in einem Topf bei mittlere Hitze zum Kochen bringen.
  • Die Temperatur reduzieren und die Sauce leicht köchelnd, unter gelegentlichem RĂŒhren, zu einer sirupartigen Karamellkonsistenz eindicken. Das dauert gute 20 bis 30 Minuten.
Reis
  • Den Klebereis mit Wasser gut spĂŒlen.
  • Den Reis mit der Kokosmilch, dem Wasser, dem Zucker und einer Prise Salz in einem Topf vermischen. An Stelle der Pandan-BlĂ€tter habe ich das Mark einer halben Vanilleschote und ein frisches Lorbeerblatt hinzugefĂŒgt.
  • Den Reis aufkochen, die Hitze auf ein Minimum reduzieren und zugedeckt 15 Minuten kochen lassen.
  • Das Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Topf vom Herd ziehen und weitere 10 Minuten durchziehen lassen.
  • Eine kleine Backform (ca. 11x22cm) mit wenig Öl auspinseln. (Bananenblatt zum Auslegen hatte ich nicht😉)
  • Das Lorbeerblatt entfernen, den Reis in der Form verteilen und flach drĂŒcken.
  • Den Sirup ĂŒber den Reis gießen, gleichmĂ€ĂŸig verteilen und auf mittlerer Schiene im Backrohr 10 Minuten backen.
  • Die Temperatur auf 160°C reduzieren und weitere 20 Minuten backen, bis der Sirup dickflĂŒssig karamellisiert ist.
  • Den „Reiskuchen“ vollstĂ€ndig abkĂŒhlen lassen, in StĂŒcke schneiden, servieren und genießen.
💡 Die Pandan-BlĂ€tter habe ich durch ein Lorbeerblatt und dem Mark einer halben Vanilleschote ersetzt.
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Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

Ob das jetzt nun alles richtig war oder nicht, spielt keine große Rolle. Der Klebereiskuchen schmeckt hervorragend, hat eine tolle Karamellnote und ist dann gar nicht so sĂŒĂŸ wie erwartet.


SĂŒĂŸes VergnĂŒgen!


nudelsieb

3 Gedanken zu “Bibingka Malagkit đŸ‡”đŸ‡­

  1. FEL!X schreibt:

    Vanille und Lorbeer sind fĂŒr diese Zubereitung bestimmt ein interessanter Ersatz fĂŒr Pandanus-BlĂ€tter…
    Letztere schmecken natĂŒrlich ganz anders, sind in der asiatischen KĂŒche auch ziemlich prĂ€sent. Wenn sich allerdings keine frischen BlĂ€tter des so genannten Schraubenbaums (Pandanus odoratissimus) im Garten (oder in einem Asien-GeschĂ€ft mit FrischgemĂŒse) finden, soll man sie ganz einfach weglassen, oder eben durch Vanille und Lorbeer 🙈ersetzen!

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    • Ein Nudelsieb bloggt schreibt:

      NatĂŒrlich habe ich an weglassen gedacht, denn frische Pandan-BlĂ€tter bekomme ich hier bei mir wohl ziemlich sicher nicht und Pandan-Essenz wollte ich mir extra dafĂŒr im Internet auch nicht bestellen. Nachdem ich dann gelesen habe, dass das Aroma der BlĂ€tter „vanilleĂ€hnlich bis leicht nussig“ sein soll, war die Vanille schon gesetzt und frag mich jetzt nicht wie ich auf das Lorbeerblatt gekommen bin. Aber, Vanille und Lorbeer sind eine durchaus interessante Kombination und nicht ganz so ungewöhnlich, wie es auf den ersten Blick erscheint. Ich erhebe auch nicht den Anspruch, dass mein Rezept „das Original“ ist und man es so machen muss. Es ist einfach das, was in meiner KĂŒche passiert und fĂŒr mich machbar ist. Aber wer weiß, vielleicht löse ich damit irgendwann einen Food-Trend aus.😜

      GefÀllt 1 Person

      • FEL!X schreibt:

        Vanille+Lorbeer: DIES gibt bestimmt einen Trend!!!!
        Nein: ich finde es gut und richtig, wenn man Rezepte adaptiert und daraus etwas macht, was zwar vielleicht nicht authentisch ist, aber dennoch schmeckt!
        Pandanus: ehrlich gesagt, wĂ€re mir ein Vergleich mit Vanille (den du gelesen hast) nie in den Sinn gekommen – habe nĂ€mlich grad ein Blatt aus dem Garten in der Hand! Tatsache ist, dass die BlĂ€tter sowohl in pikanten wie auch in sĂŒssen Zubereitungen Verwendung finden, und deren Aroma ziemlich schwer zu beschreiben ist.
        Hier gibt es auch (leuchtend-grĂŒne!) Extrakte davon zu kaufen, aber dies ist wohl etwas fĂŒr lazy housewhifes/men, zu denen wir uns besser nicht zĂ€hlen!

        GefÀllt 1 Person

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