Wiener "Müllirahmstrudel"

Wiener „Müllirahmstrudel“

Milchrahmstrudel (Müllirahmstrudel, Millirahmstrudel) ist uns normalerweise ein ganzjähriger, ständiger Begleiter. Also nicht so, dass wir ihn täglich machen oder gar essen, sondern als „Belohnung“, wenn wir unseren Hausberg, den Schöckl, mit den Wanderschuhen oder dem Mountainbike bezwingen. Unser Standard-Menü im Alpengasthof ist fast immer ein Millirahmstrudel mit Vanillesauce. Die Gastronomie ist aber nun seit Monaten zu und die Entzugserscheinungen riesig groß. Was bleibt mir also übrig, als selbst einen „Müllirahmstrudel“ zu machen. Bei dem köstlichen Vorbild am Berg keine leichte Aufgabe.😉

Wiener

Wiener „Müllirahmstrudel“

Milchrahmstrudel ist ein Klassiker der Wiener Mehlspeisküche und hat seine Wurzeln, wie so viele Süßspeisen, in der österreich-ungarischen Monarchie. Die Füllung ähnelt einem Topfenstrudel, allerdings mit kleinwürfelig geschnittenen, mit Milch getränkten Semmeln und mehr Sauerrahm statt Topfen. Mit einem Butterzopf oder Striezel anstatt der Semmel wird der Strudel noch eine Spur feiner. Die Masse ist so fluffig und locker, dass ich den Strudel gleich in der Form „gerollt“😉 habe. Das tut meiner Küche und meinen Nerven sichtlich gut und macht geschmacklich keinen Unterschied. Beim Backen wird der Milchrahmstrudel auch immer wieder mit einem Milch-Ei-Gemisch übergossen und somit mehr gekocht als gebacken.

Wiener „Müllirahmstrudel“

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Zutaten:
Fülle
  • 150 g Butterzopf (Striezel, Semmeln)
  • 140 ml Milch
  • 4 Eier
  • Salz
  • 100 g Butter, flüssig
  • 100 g Staubzucker
  • 3 Pkg. Vanillezucker (25 g)
  • 1 Bio-Zitrone
  • 60 g Rosinen
  • 250 g Sauerrahm
  • 125 g Topfen
Strudel
  • 4 Strudelteigblätter
  • 80 g Butter, flüssig
Guss
  • 300 ml Milch
  • 1 Ei
  • 2 EL Staubzucker
  • 2 Pkg. Vanillezucker (15 g)
  • 60 ml Rum
  • Staubzucker
  • Vanillesauce
Zubereitung:
Fülle
  • Den Butterzopf (Striezel) in kleine Würfel schneiden, mit der Milch übergießen und kurz ziehen lassen.
  • Die Eier trennen, das Eiklar mit einer (kräftigen) Prise Salz zu steifem Schnee schlagen.
  • Die Butter schmelzen, etwas abkühlen lassen und mit dem Staub- und Vanillezucker schaumig rühren.
  • Die Dotter einzeln unter die Butter-Zuckermischung rühren und hell aufschlagen.
  • Die Schale der Zitrone fein abreiben und mit den Rosinen, dem Topfen, dem Sauerrahm und den Butterzopf-Würfeln untermengen.
  • Den Eischnee vorsichtig unter die Masse heben.
Strudel
  • Das Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Die Butter schmelzen und eine Auflaufform (20x33cm) damit gut auspinseln.
  • Ein Strudelblatt in die Form legen, die Ränder überstehen lassen, mit Butter bepinseln, das zweite Strudelblatt darüber legen und wieder bepinseln.
  • Die Masse in die Form füllen, die Ränder der Strudelblätter vorsichtig darüber legen, mit den beiden restlichen Strudelblättern belegen, jeweils mit der Butter bepinseln und seitlich in die Form „stricken“.
Guss
  • Die Milch mit dem Ei, dem Staub- und Vanillezucker und dem Rum mit einem Schneebesen gut verquirlen.
  • 1/3 dieser Masse über den Strudel gießen und im Rohr auf mittlerer Schiene ca. 45 Min. backen und dabei nach 15 und 30 Minuten mit der restlichen Milch-Mischung übergießen.
  • Den Strudel aus dem Rohr nehmen und 15 Minuten rasten und etwas auskühlen lassen.
  • Den Milchrahmstrudel in Portionen schneiden, leicht bezuckern, mit Vanillesauce anrichten und genießen.
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Wiener „Müllirahmstrudel“

Sowohl optisch, als auch geschmacklich bin ich sehr zufrieden mit meinem „Müllirahmstrudel“. Dennoch freue ich mich, hoffentlich bald wieder, auf den kleinen Motivator auf „unserem“ Berg.

Ganz zum Schluss noch ein Beitrag zum Unnützen Wissen: Der Milchrahmstrudel hat es auch in die Liste der „traditionellen Lebensmittel Österreichs“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft auf Platz 177 geschafft.


Süßes Vergnügen!


nudelsieb

7 Gedanken zu “Wiener „Müllirahmstrudel“

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