Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Saisonal betrachtet hat sich mein heutiges Gericht leicht in der Jahreszeit „verlaufen“, aber was soll man machen, wenn die Tiefkühltruhe voll ist. Bevor der Hirsch über den Sommer darin erfriert😉, darf er klein geschnitten in einer leicht scharfen Cognac-Pfeffer-Sauce baden gehen.

Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Der Hirsch war zu Lebzeiten quasi mein Nachbar im nahe gelegenen Gehege. Wild ist eine gute Alternative zu Huhn, Schwein oder Rind und bringt tollen Geschmack in vielen Gerichte. Hirschfleisch zählt übrigens zu den fettärmsten Fleischsorten. Passenderweise gibt es dazu eine klassische französische Pfeffersauce, obwohl ich nicht gerade ein Freund dieser Sauce bin. Kann man ja trotzdem mal probieren, oder?


Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Tags: #einnudelsiebbloggt #wild

Zutaten (4 Portionen):
  • 600 g Schnitzelfleisch vom Hirsch (Rücken, Unterschale)
  • Salz
  • 2 EL Butterschmalz
Sauce
  • 1 Schalotte, groß
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 EL Pfefferkörner, grün (getrocknet)
  • 100 ml Noilly Prat (Vermouth)
  • 1 Lorbeerblatt
  • 180 ml Wildjus (alternativ Kalbsjus)
  • 200 ml Schlagobers
  • 3 EL Cognac
  • ½ Bund Petersilie
Beilagen
  • 250 g Pappardelle
  • 2 EL Butter
  • 150 g Kräuterseitlinge
  • Pfeffer
Zubereitung:
  • Den Backofen auf 60°C vorheizen.
  • Das Fleisch quer zu Faser in Schnitzel (1 cm) und dann quer in dünne Streifen schneiden und leicht salzen.
  • In einer Bratpfanne einen Esslöffel Butterschmalz erhitzen und die Hälfte des Geschnetzelten darin kurz, aber kräftig anbraten.
  • Das Fleisch in eine Schüssel geben und im Backofen nachziehen lassen und warm halten.
  • Die zweite Hälfte Fleisch auf die gleiche Weise anbraten und dann ebenfalls warm stellen.
Sauce
  • Die Schalotte schälen und fein würfeln.
  • Die Pfefferkörner in den Noilly Prat einlegen.
  • Im Bratensatz die Schalotte mit dem Butterschmalz dünsten.
  • Den Noilly Prat inklusive Pfefferkörner und das Lorbeerblatt hinzufügen und fast vollständig einkochen lassen.
  • Mit dem Wildjus ablöschen und auf die Hälfte einkochen lassen.
  • Das Schlagobers hinzufügen und noch so lange kochen lassen, bis die Sauce leicht sämig bindet.
  • Die Petersilie fein hacken und mit dem Cognac und dem Fleisch zur Sauce geben, alles abschmecken und nur mehr kurz erwärmen.
Beilagen
  • Die Kräuterseitlinge in breite Scheiben schneiden, in einer Pfanne mit Butter braten und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Pappardelle in Salzwasser nach Packungsanleitung kochen, abseihen, abtropfen und mit etwas Butter vermischen.
  • Die Pasta mit den Seitlingen und dem Geschnetzeltem anrichten, mit etwas Petersilie garnieren und servieren.


❗ Wenn man eingelegte Pfefferkörner verwendet, diese kurz abspülen und mit dem flachen Messer leicht andrücken.
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Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

Einfach gut und schnell gemacht, aber das nächste mal dann wieder im Herbst.😉


Mahlzeit!


nudelsieb

10 Gedanken zu “Hirschgeschnetzeltes mit Pappardelle und Cognac-Pfeffer-Sauce

  1. Amalie schreibt:

    Klingt fantastisch! Sehr raffiniert und professionell mit dem Cognac, Noilly Prat und den grünen Pfefferkörnern in der Sauce.
    Da hätte ich gerne auch mal probiert. Rezept ist definitiv schon mal für den Herbst gespeichert!
    Liebe Grüße,
    Amalie

    Gefällt 1 Person

      • Amalie schreibt:

        Du magst keine Pfeffersauce und hast trotzdem so ein tolles Rezept kreiert! Kompliment! Mach‘ ich eigentlich auch nie, aber Deine Sauce klingt wirklich interessant!
        Liebe Grüße aus München nach Graz (übrigens die Geburtsstadt meines Vaters!!🤗),
        Amalie

        Gefällt 1 Person

      • Ein Nudelsieb bloggt schreibt:

        Das liegt wohl daran, dass ich vor sehr, sehr langer Zeit in einem Gasthaus eine „scharfe Pampe“ als Pfeffersauce serviert bekommen habe. Seither bin ich der Meinung, dass es für ein gutes Gericht keine Pfeffersauce braucht🙈 und habe auch nie mehr welche gegessen. Da sie aber zu Wildgerichten immer wieder vorkommt und man ja auch manchmal über seinen eigenen Schatten springen sollte, habe ich die Sauce nun selbst probiert. Es hat geklappt.😉
        Liebe Grüße
        Günter

        Gefällt 1 Person

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