Feijoada à brasileira 🇧🇷

Feijoada à brasileira ðŸ‡§ðŸ‡·

Eigentlich wollte ich nach Uruguay, aber dann ist der Winter bei uns zurückgekehrt und ich bin in Brasilien hängen geblieben. Aber jetzt der Reihe nach. Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und jede Region hat ihre besonderen Gerichte. Die Küche des riesigen Landes ist sehr vielseitig und wurde durch portugiesische und afrikanische Einflüsse geprägt. Die bekanntesten Gerichte kommen aus dem Südosten, rund um Rio de Janeiro und São Paulo. Hier sind die Einflüsse der portugiesischen Kolonialzeit deutlich zu spüren und aus dieser Region kommt auch „das“ brasilianische Nationalgericht, die „Feijoada à brasileira“.

Feijoada à brasileira 🇧🇷

Feijoada à brasileira 🇧🇷

Der deftige Bohneneintopf wird typischerweise mit schwarzen Bohnen und verschiedenen Sorten Fleisch gekocht. Frisches und getrocknetes Fleisch von Schwein oder Rind, geräucherte aber auch scharfe Würste und manchmal sogar Schweineohren oder -füße sorgen mit Knoblauch und Zwiebeln für den deftigen Geschmack. Selten kommt auch noch Gemüse, wie Karotten oder Erdäpfel, in den Eintopf. Zu einer „Feijoada completa“ isst man meist Blattgemüse wie Grünkohl, Kohl (Wirsing) oder Mangold und als Beilage wird auch Reis und „Farofa“, geröstetes Maniok- oder Maismehl, in gesonderten Schalen serviert. Als fruchtige Komponente kann man auch noch Orangenscheiben dazu reichen und manchmal gibt es den Eintopf auch noch mit einer besonders würzigen und scharfen Sauce, der „Molho de Pimenta“.

Das klingt alles sehr spannend und da, wie schon erwähnt, der Winter bei uns noch nicht ganz aufgegeben hat und die Temperaturen um den Gefrierpunkt schwanken, kann ein deftig würziger Eintopf ja auf keinen Fall schaden. Uruguay muss also warten.🤷‍♂️ Der Eintopf eignet sich auch bestens als Resteverwertung, wenn von der Osterjause noch Schinken, Würste und Rindszunge vorhanden sind. Zumindest war das bei mir so.😆 Also los geht’s!

Feijoada à brasileira 🇧🇷

Tags: #einnudelsiebbloggt #in80gerichtenumdiewelt

Zutaten (6 Portionen):
  • 300 g schwarze Bohnen
  • 400 g Rindfleisch (z.B. Wade)
  • 1 l Wasser
  • 2 Lorbeerblätter
  • 300 g Selchfleisch (Karree, Schopf)
  • 200 g Würste (Selchkrainer, Bratwurst)
  • 100 g Rindszunge, geräuchert und gekocht
  • 4 Karotten
Würzsauce
  • 1 Zwiebel, rot
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver, scharf
  • Salz
  • 1 Dose Tomaten, gewürfelt
  • 1 Bio-Orange
  • Chilipulver
  • ½ Bund Petersilie
Kohlgemüse
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Butter
  • 50 g Speck, in Streifen
  • ½ Kohl (Wirsing)
  • Salz
  • Chilipulver
Farofa
  • 1 Zwiebel, klein
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Speckwürfel
  • 50 g Butter
  • 100 g Maismehl
  • Reis
  • Bio-Orange
Zubereitung:
  • Die Schwarzen Bohnen über Nacht in Wasser einweichen.
  • Das Wasser am nächsten Tag abgießen und die Bohnen mit frischem Wasser (800 ml) in einem großen Topf aufkochen.
  • Das Rindfleisch lauwarm abspülen, in mundgerechte Stücke schneiden, mit den Lorbeerblättern in den Topf zu den Bohnen geben, die Temperatur reduzieren und zugedeckt eine gute Stunde leicht köcheln lassen. Eventuell etwas Wasser hinzufügen, damit alles knapp bedeckt ist.
  • Das restliche Fleisch, die Würste und die Karotten ebenfalls klein schneiden.
Würzsauce
  • Die Zwiebel und die Knoblauchzehe klein schneiden, in einer Pfanne mit Öl glasig dünsten.
  • Das Paprikapulver hinzufügen, leicht rösten, mit der Tomatensauce ablöschen und leicht einkochen lassen.
  • Die Orange heiß abwaschen, abtrocknen, die Schale fein abreiben, schälen, in kleine Stücke schneiden und beides in die Sauce geben.
  • Die Petersilie fein hacken, zur Sauce geben und mit Salz und Chilipulver kräftig würzen.
  • Das restliche Fleisch mit der Würzsauce in den Topf geben und eine weitere Stunde köcheln bis die Bohnen und das Fleisch weich sind.
Kohlgemüse
  • Die Zwiebel und die Knoblauchzehe klein und den Speck in Streifen schneiden.
  • Alles in einer Pfanne mit Öl und Butter glasig dünsten.
  • Den Kohl waschen, den Strunk herausschneiden und quer in dünne Streifen schneiden.
  • Den Kohl in die Pfanne geben, zusammenfallen lassen und bei mittlerer Hitze 15 Minuten braten.
  • Mit Salz und Chilipulver würzen.
Farofa
  • Die Zwiebel, die Knoblauchzehe und den Speck klein schneiden und in einer Pfanne mit der Butter braten.
  • Das Maismehl einrühren und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten unter Rühren krümelig hellbraun braten.
  • Als weitere Beilage Reis kochen und eine Orange schälen und in Scheiben schneiden.
  • Die Feijoada mit dem Reis in einer Schüssel anrichten und mit Farofa bestreuen.
  • Mit dem Kohlgemüse und den Orangen servieren.
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Feijoada à brasileira 🇧🇷

Feijoada à brasileira 🇧🇷

Feijoada, kennt man übrigens auch in Portugal und Angola und war sicher mein „schrägster“ Eintopf, der durch die rauchige Note und die fruchtige Orange besonders interessant war. Die Farofa („Krümel“) ähnelt einem Sterz mit Speck und Zwiebel, wird aber in Brasilien eher mit Maniokmehl gemacht. Mit Reis und Kohl ein alles in Allem komplettes und stimmiges Gericht. Sozusagen meine „Feijoada completa“ a la Nudelsieb“.😉


Bom apetite!


nudelsieb

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