Spargel - Dreierlei

Spargel – Dreierlei

Der Sommer, meteorologisch hat er ja schon begonnen, klaut mir ein paar Stunden. Da bin ich mir ziemlich sicher. 😉 Ich muss jetzt tatsächlich einen Tag lang die Zeit messen, denn das können nie und nimmer 24 Stunden sein. So kommt es mir zumindest vor, denn irgendwie bin ich mit meinem Blog und auch auf Instagram total in Verzug. Bevor nun aber die Spargelzeit mit der Sommersonnenwende und damit dem kalendarischen Sommerbeginn zu Ende geht, muss ich unbedingt dieses Spargel-Dreierlei hier niederschreiben. Dass wir das Gericht als Vorspeise in unserem Muttertagsmenü hatten, sagt wohl schon alles. 😬

Spargel - Dreierlei

Spargel – Dreierlei

Wäre die Kombination nicht so spannend gewesen, dann hätte ich mich jetzt bei weit über 30°C wohl auch nicht vor den Computer gesetzt. Begonnen hat alles mit Astrids Brandrede gegen Knoblauch im Pesto mit rohem Spargel. 😀 Ganz habe ich mich natürlich nicht an ihr Rezept gehalten, liebe Astrid du verzeihst, aber ich bin auch fest der Überzeugung, dass der Spargel ruhig roh sein darf und eine Knoblauchzehe braucht hier wirklich keiner. Das Spargelmousse hat meine Frau in den tiefen des Internets entdeckt und wollte das eigentlich mit ihrem Kochpartner beim „Frauentausch – Essen mit Freunden“ machen. Das daraus nichts geworden ist, war mein Glück, denn damit durfte ich ran an die Spargelstangen. Vollendet wurde die Vorspeise dann mit marinierten Spargelspitzen und Radieschen.

Spargel – Dreierlei

Zutaten (8 Portionen):
Spargelpesto
  • 500 g Spargel, grün
  • 70 g Erdnüsse
  • 3 Stängel Basilikum
  • 100 ml Rapsöl
  • 70 g Parmesan
  • 1 EL Balsamico, bianco
  • 1 EL Walnussöl
  • 1 Bio-Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer, weiß
Spargelmousse
  • 600 g Spargel, weiß
  • 4 Schalotten (ca. 50 g)
  • 30 g Butter
  • 1 EL (Feinkristall)Zucker
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Noilly Prat
  • 1 EL Zitronensaft
  • 3 Spritzer Tabasco
  • 1 Prise Cayenne-Pfeffer
  • LemonCelo (Zitronen-Olivenöl)
  • 10 Blatt Gelatine
  • 350 ml Schlagobers
Marinierter Spargel
Zubereitung:
Spargelpesto
  • Den Spargel waschen, trocknen, eventuell trockene Enden wegschneiden, die Spargelspitzen abschneiden, für den marinierten Spargel (siehe unten) beiseite legen und den restlichen Spargel in Stücke schneiden – benötigt werden 330 g.
  • Die (wenn möglich ungesalzenen) Erdnüsse ohne Fett in einer Pfanne rösten und abkühlen lassen.
  • Den Parmesan grob zerteilen.
  • Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben.
  • Alle Zutaten in einen guten Zerkleinerer geben, nicht zu fein hacken und abschmecken.
Spargelmousse
  • Den Spargel und die Schalotten schälen, einige Spargelspitzen beiseite legen und den restlichen Spargel in Stücke schneiden.
  • Die Schalotten in feine Würfel schneiden und mit dem Spargel in der Butter farblos anschwitzen und dabei den Zucker dazugeben.
  • Mit Noilly Prat ablöschen und auf kleiner Stufe zugedeckt köcheln lassen, bis der Spargel richtig weich ist.
  • Den Spargel mit Salz, dem Zitronensaft, etwas Tabasco, etwas LemonCelo und Cayennepfeffer würzen und im Standmixer fein pürieren. Danach eventuell durch ein Sieb streichen.
  • Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
  • Das Schlagobers steif schlagen.
  • Die Gelatine ausdrücken und im warmen Spargelpüree auflösen.
  • Das Spargelpüree auf Eis stellen, etwas auskühlen lassen und anschließend das Schlagobers unterheben.
  • Noch einmal abschmecken, eventuell nachwürzen und für einige Stunden (noch besser über Nacht) in den Kühlschrank stellen.
Marinierter Spargel
  • Das Spargelpesto in die Mitte eines Tellers geben, mit einem Löffel große Spargelmousse-Nocken abstechen und auf das Pesto setzen.
  • Mit den marinierten Spargelspitzen und Radieschen dekorieren und mit der Vinaigrette nappieren.


.

.

.

.

Spargel - Dreierlei

Spargel – Dreierlei

Das Spargelmousse in Kombination mit dem Spargelpesto ist echt der Hammer (Eigenlob 😬) und hat allen super geschmeckt. Dass vom Pesto etwas übrig bleibt, ist auch kein Fehler, denn das schmeckt mit Nudeln auch nicht schlecht. Vielleicht sollte ich noch schnell ein paar Gläser machen, damit der Spargel-Entzug bis zur nächsten Saison dann nicht so lange dauert. 😀

Falls jetzt jemand noch ganz schnell den Spargel-Overkill erleben möchte und das ausprobiert, der muss sich beeilen, aber ein paar Tage gibt’s die weißen und grünen Stangen ja noch. 😉


Gutes Gelingen!


nudelsieb

Kommentar zu meinem Beitrag verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s