Pasta con le sarde

Pasta con le sarde

Wahrscheinlich ist Pasta con le sarde der Inbegriff der Küche Siziliens schlechthin. Die Verwendung von Sultaninen, Pinienkernen und Safran ist auf die arabische Geschichte der Insel zurückzuführen und gleichzeitig sind dieselben Zutaten seit langem auf der Insel beheimatet. In unseren Breiten bedarf es einiger Anpassungen denn frische Sardinen, wilder Fenchel und Estratto di pomodoro (umgangssprachlich ’strattu) sind nicht immer oder nur ganz schwer erhältlich.

Pasta con le sarde

Pasta con le sarde

Ich will aber deswegen nicht darauf verzichten und so werden bei mir die frischen Sardinen durch (beste portugiesische 😀 ) Dosen-Sardinen und die konzentrierte sizilianische Tomatenpaste ’strattu durch fein gehackte, in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten und Tomatenmark ersetzt.

Pasta con le sarde

Zutaten (2 Portionen):
  • 1 Fenchelknolle (ca. 250 g)
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 3 EL Olivenöl
  • 4 Sardellenfilets (Anchovis)
  • 30 ml Weißwein
  • 2 Tomaten, getrocknet, in Öl eingelegt (oder 2 EL ’strattu)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 20 g Sultaninen
  • 1 Prise Safran (ca. 10-15 Fäden)
  • 2 Dosen Sardinen (ca. je 100 g)
  • 20 g Pinienkerne
  • Salz
  • Pfeffer
  • 30 g Semmelwürfel, getrocknet
  • 200 g Pasta (Bucatini, Linguine, Spaghetti)
Zubereitung:
  • Die Zwiebel schälen, vierteln und in Streifen schneiden.
  • Den Fenchel waschen, den Strunk entfernen, vierteln oder achteln und in Streifen schneiden.
  • Die getrockneten Tomaten abtropfen und ganz fein zu einer Paste hacken.
  • In einer tiefen Pfanne das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel, den Fenchel und die Fenchelsamen unter häufigem Rühren ohne Farbe weich schwitzen.
  • Die Sardellenfilets hinzufügen und rühren, bis sie zerfallen.
  • Mit dem Wein ablöschen und einkochen lassen, damit etwas Alkohol verdampft.
  • Die Tomatenpaste (‘strattu) und das Tomatenmark und so viel Wasser einrühren, dass die Mischung eine saucenartige Konsistenz bekommt.
  • Das Öl der Sardinen abtropfen lassen, eventuell entgräten, 2 Stück beiseite legen und den Rest in grobe Stücke zerteilen.
  • Die Semmelwürfel im Zerkleinerer zu groben Bröseln verarbeiten und in einer Pfanne ohne von Fett bei mittlerer Hitze goldbraun rösten.
  • Die Pinienkerne ebenfalls in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.
  • Die Safranfäden im Mörser fein mahlen.
  • Die Pasta in reichlich Salzwasser al dente garen, am Besten von der Garzeit laut Packung 1 Minute abziehen.
  • Die Sardinen, die Sultaninen, die Pinienkerne und den Safran hinzufügen, behutsam durchmischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und einige Minuten leicht köcheln lassen.
  • Die Pasta zur Sardinensauce geben, durchmischen, dabei nach Bedarf ein wenig vom Kochwasser hinzufügen um die Sauce etwas aufzulockern.
  • Die Pasta in tiefen Tellern mit einer Sardine anrichten, mit etwas Olivenöl beträufeln und mit den gerösteten Semmelbröseln bestreuen.


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Pasta con le sarde

Pasta con le sarde

Es wird zum Original in Sizilien sicherlich ein haushoher Unterschied sein, aber als Einwohner eines Binnenlandes kann man damit gut leben. Auf jeden Fall hat es uns sensationell gut geschmeckt und ich werde definitiv weiter nach ’strattu Ausschau halten.

Guten Appetit!


nudelsieb

2 Gedanken zu “Pasta con le sarde

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