Flammkuchen, auf französisch „tarte flambée“ genannt, stammt ursprünglich aus dem Elsass und wird traditionell im heißen Holzkohleofen kross gebacken. Wie bei so vielen Traditionsgerichten, gibt es auch beim Flammkuchen viele Varianten und Meinungen zum Originalrezept. Die Hauptkonkurrenten sind der Ölteig und der Hefeteig.

Ich habe schon beides probiert und finde die Ölteig-Variante fast besser, auf jeden Fall dünner ausrollbar und knuspriger im Ergebnis. Für den Ölteig braucht man nicht viel mehr als Wasser, Mehl, Salz und ein paar Esslöffel Öl. Bei meinem Teig kommt noch ein Eidotter dazu und damit wird der Teig noch etwas geschmeidiger. Neben dem Elsässer Original, mit Zwiebel und Speck sind beim Belag der Phantasie und dem persönlichen Geschmack fast keine Grenzen gesetzt. Passend zur Saison habe ich mit Spargel experimentiert und auch eine süße, nicht fotogene 🙈, aber gute, Version probiert.
Spargel-Flammkuchen
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Zutaten (4 Portionen):
Teig
- 220 g Mehl
- 2 EL Olivenöl
- ½ TL Salz
- 100 ml Wasser, lauwarm
- 1 Eidotter
Creme
- 250 g Sauerrahm
- 150 g Creme fraiche
Belag (deftig)
- 1 EL Bärlauchpesto
- Salz
- Pfeffer
- Spargel
- Orange
- Fenchelsamen
- Avocado
- Zitrone
- Orangenöl (Orangecelo)
- Petersilie
Belag (süß)
- 1 TL Vanillezucker
- Banane
- Zucker
- Nougatcreme
- Haselnüsse
Zubereitung:
Teig
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Das Mehl, das Olivenöl, den Eidotter, das Salz und 100 ml Wasser zu einem glatten Teig verkneten.
220 g Mehl
2 EL Olivenöl
½ TL Salz
100 ml Wasser, lauwarm
1 Eidotter -
Die Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und bei Zimmertemperatur etwa 30 Minuten ruhen lassen.
Creme
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Den Sauerrahm und die Creme fraiche vermischen und glatt rühren. Wer ebenfalls beide Varianten machen möchte, muss die Creme teilen.
250 g Sauerrahm
150 g Creme fraiche -
Den Backofen auf 250°C Umluft vorheizen.
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Den Teig in vier Teile teilen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn (ca. auf halbe Backblechgröße) ausrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
Belag (deftig)
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Für die deftige Variante die Hälfte der Creme mit Bärlauchpesto verrühren, mit Salz und Pfeffer würzen und mit einem Löffel auf zwei Teigfladen streichen .
1 EL Bärlauchpesto
Salz
Pfeffer -
Den Spargel schälen, dicke Stangen eventuell längs halbieren.
Spargel
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Die Orange schälen, filetieren und mit zermörserten Fenchelsamen mischen.
Orange
Fenchelsamen -
Den Flammkuchen damit belegen und im Backrohr in ca. 10-12 Minuten kross backen.
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Die Avocado halbieren, entkernen, aus der Schale lösen, in dickere Scheiben schneiden und mit Zitronensaft beträufeln.
Avocado
Zitrone -
Den fertigen Flammkuchen mit den Avocadoscheiben belegen, mit Pfeffer bestreuen, mit etwas Orangenöl beträufeln und mit Petersilie garniert servieren.
Orangenöl (Orangecelo)
Petersilie
Belag (süß)
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Für die süße Variante die Hälfte der Creme mit Vanillezucker verrühren und mit einem Löffel auf zwei Teigfladen streichen.
1 TL Vanillezucker
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Die Banane in dicke Scheiben schneiden, den Flammkuchen damit belegen und mit etwas Zucker bestreuen.
Banane
Zucker -
Die Nougatcreme in der Mikrowelle leicht erwärmen, mit einem Löffel darüber verteilen und mit gehackten Haselnüssen bestreuen.
Nougatcreme
Haselnüsse -
Den Flammkuchen im Backrohr in ca. 10-12 Minuten kross backen.
❗ Die Backzeit ist je nach Backofen möglicherweise unterschiedlich, also immer ein Auge auf den Flammkuchen haben, damit er nicht zu dunkel wird. Wie fast bei mir!🙈
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Woher hat der dünne Fladen eigentlich seinen Namen? Der dünne Fladen wurde früher vom Brotbäcker als Temperaturmesser in den heißen Holzofen „vorgeschickt“, denn Temperaturanzeige gab’s dort nicht. War der Teig nicht kross, war der Ofen zu kalt oder war der Teig verbrannt, dann war er zu heiß. Wenn der Teig goldbraun und knusprig herauskam, dann wurden anschließend die Brotlaibe in den Ofen geschoben und gebacken. Daher kommt also der Name für den dünnen Kuchen, der über offener Flamme gebacken wurde – Flammkuchen.
Gutes Gelingen!
