Babka 🇮🇱

Babka 🇮🇱

Immer wieder taucht auf den diversen Social-Media-Kanälen eine „Babka“ auf und mindestens genau so lange geistert der Gedanke in meinem Kopf herum, so etwas auch einmal zu probieren. Sieht zwar etwas kompliziert aus, aber letzten Sonntag war es dann soweit. Das Wetter war schlecht und wenn irgendwas die Laune heben kann, dann wohl ein Stück Kuchen. Da hat sich dann aber gleich die Frage gestellt, wo die Babka eigentlich ihren Ursprung hat. Das ist gar nicht so leicht aufzuklären, den die Babka gibt es sowohl in Polen, aber auch über die Ukraine bis nach Albanien und in vielen weiteren Ostländern. Babka oder Baba bedeutet in diesen Ländern so viel wie Großmutter. Dort ist es aber eher ein ungefüllter Kuchen aus Germteig in Guglhupf-(Napfkuchen)-Form. Der gefüllte Germ-Zopf, der in einer hohen Kastenform gebacken wird, dürfte jüdische Wurzeln haben. Der Kuchen ist meist mit Zimt oder Schokolade gefüllt und mit Streuseln dekoriert. Die nicht geflochtene, sondern nur gerollte Form, die auch bei uns üblich ist, dürfte dem „Kokosh“ aus den jüdischen Bäckereien sehr ähnlich sein (Quelle: Wikipedia). Ein weiteres Indiz für die israelische Herkunft ist auch das im Internet wohl am häufigsten aufscheinende Babka-Rezept aus „Jersualem“, von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi.

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Bacalhau à Brás 🇵🇹

Bacalhau à Brás 🇵🇹

Wenn in Portugal von Bacalhau, also Stockfisch, die Rede ist, dann geht es um den gesalzenen und getrockneten Kabeljau, der im ganzen Land und vielen Gerichten allgegenwärtig ist. Die portugiesische Liebesbeziehung mit Bacalhau besteht seit über 500 Jahren und das obwohl der Kabeljau in den Gewässern rund um Portugal gar nicht heimisch ist. Die Portugiesen erkundeten ab dem 15 Jahrhundert die Weltmeere, entdeckten auf ihren Reisen den Kabeljau und nutzten ihn gesalzen und getrocknet als Proviant. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten, wobei der Kabeljau hauptsächlich aus Norwegen und Island importiert wird, und prägt nach wie vor die portugiesische Küche. Eines dieser traditionellen Gerichte ist Bacalhau à Brás.

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Chivito al Pan 🇺🇾

Chivito al Pan 🇺🇾

Nach einer kurzen Schöpfungspause bin ich wieder auf Weltreise und diesmal habe ich es nach Uruguay geschafft. Was isst und mag man in Uruguay? Gut, diese Frage ist schnell geklärt, denn wie sehr oft in den südamerikanischen Ländern ist die typische Landesküche sehr fleischlastig. Kein Wunder also, dass man in den „Parrilladas“, den Grillstuben, das Nationalgericht Uruguays bekommt, „Assado de Tira“. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als gegrilltes Fleisch mit eher hohem Fettanteil, zumeist vom Rind. Gewürzt wird mit „Chimichurri“ und wer Beilagen vermisst, die gibt es auch. Churrasco (Innereien), Chorizo (scharfe Bratwurst) und Morcilla (Blutwurst) vervollständigen ein Assado. Grillerherz, was willst du mehr. Ganz oben auf der Hitliste steht auch die „Muzzarella“, die Pizza Uruguays. Nachdem ich aber keinen Germteigfladen mit Tomatensauce, Käse, Mayonnaise und Ketchup machen wollte, ich dürfte sonst nie wieder nach Neapel🙈, habe ich mich für ein „Chivito“ entschieden.

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Feijoada à brasileira 🇧🇷

Feijoada à brasileira 🇧🇷

Eigentlich wollte ich nach Uruguay, aber dann ist der Winter bei uns zurückgekehrt und ich bin in Brasilien hängen geblieben. Aber jetzt der Reihe nach. Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und jede Region hat ihre besonderen Gerichte. Die Küche des riesigen Landes ist sehr vielseitig und wurde durch portugiesische und afrikanische Einflüsse geprägt. Die bekanntesten Gerichte kommen aus dem Südosten, rund um Rio de Janeiro und São Paulo. Hier sind die Einflüsse der portugiesischen Kolonialzeit deutlich zu spüren und aus dieser Region kommt auch „das“ brasilianische Nationalgericht, die „Feijoada à brasileira“.

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Koulourakia me portokali 🇬🇷

Koulourákia me portokáli 🇬🇷

Meine kulinarische Weltreise hat mich also nach Griechenland geführt und „Koulourákia“ bedeutet übersetzt ganz schlicht „Kekse“. Genau genommen sind das hier „Koulourákia me portokáli“, also „Kekse mit Orange“. Diese besonderen Koulourákias, mit Orange und Gewürzen, wurden früher in Griechenland nur zu Ostern gebacken und galten als Fastengebäck. Mittlerweile werden sie, in vielen verschiedenen Varianten, zu jeder Jahreszeit gemacht und besonders gerne zum Frühstück gegessen.

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Bibingka Malagkit 🇵🇭

Bibingka Malagkit 🇵🇭

Reisauflauf oder Milchreis kenne ich als bekennender Süßer schon, aber von diesem philippinischen „Klebrigen Reiskuchen“ habe ich noch nie gehört. Den Klebereis mit Kokosmilch gibt es natürlich in vielen Varianten, Zubereitungsarten und damit auch unter vielen verschiedenen Namen. Je weiter entfernt Gerichte von meiner Küche sind, desto schwieriger ist oft auch die Interpretation der, manchmal gruseligen, (Google-)Übersetzung.🙈 Wenn ich das richtig verstanden habe, dann unterscheidet sich „Bibingka Malagkit“ vom sehr ähnlichen „Biko“ durch die Beigabe von weißem oder braunem Zucker beim Kochen des Klebereis. Es könnte auch sein, dass Bibingka mit Reismehl und Biko mit Reis gemacht wird.🤷‍♂️ Für das „Topping“ wird Kokoscreme mit Muscovado-Zucker aufgekocht, bis das Wasser verdampft ist und die Masse zu einem karamellartigen Sirup, auch „Latik“ genannt, einkocht. Klingt doch süß, oder?

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Flygande Jacob 🇸🇪

Flygande Jacob 🇸🇪

„En riktig klassiker“. Der schwedische Klassiker ist aber, im Vergleich mit anderen traditionellen Gerichten, noch ein richtiger Jüngling. Der „Fliegende Jakob“ ist Ove Jacobsson, der Erfinder des Gerichts, der im Frachtfluggewerbe arbeitete. Also wahrscheinlich ein fliegender Hobby-Koch😉 und das Rezept wurde erstmals 1976 in der schwedischen Zeitschrift „Allt om Mat“, einem Magazin für Essen und Trinken, veröffentlicht.

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Sopa Paraguaya 🇵🇾

Sopa Paraguaya 🇵🇾

Bei vielen, der oftmals unbekannten, Gerichten die ich im Zuge meiner Weltreise-Recherche entdecke, könnte man sich schön täuschen, wenn man das Gericht nicht sehen würde. Dem Namen nach würde man vermuten, dass es sich heute um eine Suppe handelt. Ähm nein, ich habe nicht die Bilder für meinen Beitrag verwechselt.😜 Das ist tatsächlich die „paraguayische Suppe“, eines der traditionellsten Gerichte der paraguayischen Küche.

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"Luis" - Bergsteigerbrot {Sauerteigbrot}

„Luis“ – Bergsteigerbrot {Sauerteigbrot}

Was in einem Jahr so alles passiert und was man sich vorher überhaupt nicht vorstellen konnte, darüber denkt man gerade nach einem Jahr der Pandemie öfters nach. Es gibt aber, und daran muss man festhalten, auch durchaus positive Ereignisse. Ein solches war die Geburtsstunde meines Roggen-Sauerteigs vor ziemlich genau einem Jahr. Es ist also Zeit Geburtstag zu feiern und wie könnte man das besser machen, als mit einer neuen Brot-Kreation.

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Bolle und Totenkringler 🇳🇴

Bolle und Totenkringler 🇳🇴

Norwegen ist definitiv ein Land, welches auf meiner Urlaubs-Todo-Liste ganz hoch oben steht und das ich unbedingt besuchen möchte. Klar, dass mein Finger schon deshalb auf der großen (Google) Landkarte auch bei Norwegen hängen geblieben ist. Leicht verwirrt habe ich dann erstmalig von „Totenkringler“ gelesen. Was soll denn das sein und hat das was mit Begräbnis zu tun? Die sprachliche Verwirrung hat sich rasch aufgeklärt. Toten ist eine Region in Norwegen, aus der diese Spezialität kommt und Kringler heißt so viel wie Brezel oder Knoten. Totenkringler sind also schlicht und einfach Germteig-Knoten.

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