Karfiol-Couscous mit Za'atar und "Jakobsmuschel"

Karfiol-Couscous mit Za’atar

Man soll nicht einfach alles glauben, was man liest und scheinbar sieht! In Zeiten wie diesen, ist das sowieso ein ganz wichtiger Tipp! Dass das hier kein „richtiger“ Couscous ist, sondern eigentlich ein Karfiol, lässt sich ja schon aus dem Titel meines Beitrags ableiten. Als Topping auf dem Couscous gibt es heute bei mir eine heimische Jakobsmuschel. Soweit so gut, aber wo ist das Problem, wirst du jetzt vielleicht denken.

Karfiol-Couscous mit Za'atar
Karfiol-Couscous mit Za’atar

Vor ein paar Tagen habe ich, nach einem Gewürz-Workshop in Graz, eine wunderbare Za’atar Gewürzmischung erstanden. Mit dem Karfiol aus der Gemüselade war schnell klar, dass das ein feines leichtes Abendessen wird. Mit Sultaninen, Cashew-Nüssen, Granatapfelkernen, Zitrone und frischer Petersilie ergibt das ein wirklich harmonisches Gericht. Da fehlt für mich eigentlich nichts!

Dann hat mir meine Frau ein Video über die Zubereitung einer Jakobsmuschel mit „heimischen“ Zutaten gezeigt. Wie jetzt? Da ist es, das Problem!

Nun, ich lebe in Österreich und soweit mir bekannt ist, gibt es hier keine „heimische“ Jakobsmuschel. Das Rätsel ist schnell geklärt. Die vermeintliche Jakobsmuschel ist eigentlich der Stiel eines Kräuterseitlings (wer genau schaut, erkennt das sicher am letzten Bild) und soll von der Konsistenz einer Jakobsmuschel sehr ähnlich sein. Na logisch, dass mein Couscous förmlich nach einem Topping geschrien hat – was denkst du denn!😂

Karfiol-Couscous

Tags: #einnudelsiebbloggt #glaubnichtalleswasdusiehst #fakenews

Zutaten (2 Portionen):

  • ½ Karfiol (ca 500g)
  • 1 Handvoll Sultaninen
  • 1 Granatapfel
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Handvoll Petersilie, frisch
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemörsert
  • 1 EL Za’atar
  • 1 Prise Chiliflocken
  • Salz
  • 100 g Cashew-Nüsse, geröstet

“heimische“ Jakobsmuschel

  • Kräuterseitlinge
  • Salz
  • 2 EL Öl
  • 1 TL Butter
  • Zitronensaft
  • Meersalzflocken

Zubereitung:

  • Den Karfiol in kleine Stücke zerteilen und mit der Küchenmaschine (TM 4sec/St.5) in kurzen Intervallen auf Reiskorn-Größe zerkleinern. Wer keine Küchenmaschine hat, kann den Karfiol auch mit einer groben Reibe zerkleinern.

    ½ Karfiol (ca 500g)

  • Die Sultaninen in warmen Wasser einige Minuten einweichen.

    1 Handvoll Sultaninen

  • Den Granatapfel entkernen. Das geht am sichersten, indem man die Granatapfelschale in Segmente einschneidet, auseinander bricht und dann in einer Wasserschüssel entkernt.

    1 Granatapfel

  • Die Zitrone heiß abwaschen, die Schale fein abreiben und den Saft auspressen.

    1 Bio-Zitrone

  • Die Petersilie grob schneiden.

    1 Handvoll Petersilie, frisch

  • Die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln.

    2 Knoblauchzehen

  • In einer großen Pfanne das Olivenöl mit dem Kreuzkümmel erhitzen, bis er zu duften beginnt (aber nicht verbrennt!)

    3 EL Olivenöl
    1 TL Kreuzkümmel, gemörsert

  • Den Karfiol und den Knoblauch hinzufügen und unter Rühren etwa 5 Minuten braten, bis der Karfiol beginnt leicht Farbe anzunehmen.

  • Den Karfiol mit Za’atar, dem Zitronenabrieb, einer Prise Chiliflocken und Salz bestreuen, vermischen und noch kurz braten.

    1 EL Za’atar
    Zitronenabrieb
    1 Prise Chiliflocken
    Salz

  • Die Pfanne vom Herd nehmen, die Sultaninen, die Cashews und die Petersilie untermischen. Mit etwas Zitronensaft und eventuell mehr Salz abschmecken.

    Sultaninen, abgetropft
    100 g Cashew-Nüsse, geröstet
    Petersilie, gehackt
    Zitronensaft

  • Den Karfiol auf Teller verteilen, mit Granatapfelkernen und frischer Petersilie bestreuen und mit den "falschen" Jakobsmuscheln servieren.

    Granatapfelkerne

“heimische“ Jakobsmuschel

  • Die Stiele der Kräuterseitlinge in etwa 3-4 cm dicke Scheiben schneiden, sie gehen beim Braten etwas ein. Die Schnittflächen kreuzförmig einschneiden und leicht salzen.

    Kräuterseitlinge
    Salz

  • Das Öl in einer Pfanne nicht zu heiß erhitzen und die Seitlinge auf der Schnittfläche beidseitig je 5 Minuten goldbraun anbraten. Eventuell gegen Ende die Temperatur der Pfanne leicht ethöhen.

    2 EL Öl

  • Die Pfanne vom Herd nehmen, etwas Butter hinzufügen, die Seitlinge damit glasieren und mit ganz wenig Zitronensaft beträufeln.

    1 TL Butter
    Zitronensaft

  • Die Seitlinge sofort auf dem Couscous anrichten, mit Meersalzflocken bestreuen und servieren.

    Meersalzflocken

Karfiol-Couscous - wer genau schaut, kann den Seitling erkennen!
Karfiol-Couscous – wer genau schaut, kann den Seitling erkennen!

Dass mich mich der „falsche“ Couscous abgeholt hat, war logisch. Ich liebe Karfiol ohne Einschränkung in jeder Form. Die „Jakobsmuschel“ war dann aber doch eine Überraschung. Wenn man es selbst gemacht hat und weiß, was da am Teller liegt, ist es natürlich einfach den Unterschied zu erkennen. Wenn man echte Jakobsmuscheln aber noch nie oder selten gegessen hat, dann ist das Ergebnis auch vom Mundgefühl sehr ähnlich. Ich denke mit einem Tropfen Fischsauce wäre die Täuschung fast perfekt. Als Alternative für Vegetarier ist sie auf jeden Fall eine gute Idee. Am Ende des Tages bleibt aber die Zubereitungsart in meinem Kopf, die ein cremig aromatisches Vergnügen aus dem Seitling gemacht hat. Diese Seitlinge wird es bei mir in dieser Form definitiv öfters geben! Wäre das auch was für dich?


Guten Appetit!

Ein Nudelsieb bloggt ...

Kommentar zu meinem Beitrag verfassen