Kinder, wie die Zeit vergeht! Vor genau einem Jahrzehnt startete dieser Blog mit der einfachen Idee, meine Freude am Kochen und Genießen festzuhalten und zu organisieren. Was als kleines privates Projekt begann, hat sich zu einer unglaublichen Reise entwickelt – voller Rezepte, Begegnungen und kulinarischer Abenteuer. Damals (wie heute) gab es keine ausgefeilte Strategie, sondern nur den Drang, neue Gerichte und Aromen auszuprobieren und die Liebe zum Kochen zu teilen. Zeit, innezuhalten und auf die letzten zehn Jahre zurückzublicken?

Nein, nicht wirklich! Die eine oder andere Phase, in der die Motivation fehlte oder das Bloggen neben dem Alltag zur Herausforderung wurde, hat es immer wieder gegeben. Meine Leidenschaft für gutes Essen hat sich aber nicht geändert. Die unglaubliche Dynamik, die sich in der Community hier auf dem Blog, den verschiedensten Social-Media-Kanälen, aber auch im wirklichen Leben rund um meinen Blog ergeben hat, war und ist immer wieder Ansporn das Projekt weiterzuführen.
Da passt dieses Gericht, gemacht habe ich es sicher schon vor einem Monat, genau dazu. Der Karfiol aus Schwiegermutters Gemüsegarten war der Ansporn, wieder einmal etwas Besonderes zu machen. Ganz einfaches Ofengemüse in Form von Karfiol und Bratpaprika (die burgenländische Antwort auf Pimiento de Padrón😂) mit einer Salsa picada catalana, die mir auch jetzt noch voll in Erinnerung ist.
Die Salsa picada catalana ist eine traditionelle Sauce, die für Fleisch-, Fisch- und Gemüsespeisen verwendet wird und ihre Wurzeln in der katalanischen Küche hat. Die „Picada“, ist eine Art Paste, die aus zerstoßenen oder gehackten Zutaten besteht und in der Regel kurz vor dem Servieren hinzugefügt wird, um den Gerichten Tiefe und Geschmack zu verleihen. Im Grunde ist sie eine Mischung aus Pesto und Gremolata und besteht oft aus Mandeln, Knoblauch und Petersilie. Dass da aber viele Variationen von Kräutern, Nüssen und anderen Zutaten möglich sind, versteht sich von selbst. Besonders spannend ist die Kombination mit Zartbitter-Schokolade (passt perfekt zu Karfiol, wie ich schon mal probiert habe) und einer spürbaren Säure. Damit hebt die Salsa picada catalana den einfachen, ofengerösteten Karfiol in eine ganz neue Geschmacksdimension. Die könnte dich auch dann überzeugen, wenn Karfiol nicht ganz dein Ding ist!😜
Ofen-Karfiol mit Bratpaprika und Salsa picada catalana
Quellenangabe: Falstaff Rezepte Magazin
Tags: #einnudelsiebbloggt #endlichwieder #since2014
Zutaten (2 Portionen):
- 1 Karfiol
- 3 EL Olivenöl
- Salz
- 12 Pimientos de Padrón (Bratpaprika)
- 6 Knoblauchzehen
- 100 g Mandeln, ganz
- 150 ml Olivenöl
- 1 Bund Petersilie
- 30 g Schokolade, zartbitter (Kuvertüre)
- 1 EL Sherry-Essig
- Salz
- Piment d’Espelette
- Petersilie, zum Garnieren
- Meersalzflocken
Zubereitung:
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Das Backrohr auf 220°C Heißluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
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Den Karfiol in Röschen teilen, in einer Schüssel mit dem Olivenöl vermischen, salzen, auf dem Backblech verteilen und auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten braten, bis die Röschen leicht braun werden.
1 Karfiol
3 EL Olivenöl
Salz -
Die Bratpaprika in der Schüssel mit dem verbliebenen Olivenöl wenden.
12 Pimientos de Padrón (Bratpaprika)
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Den Karfiol wenden, die Bratpaprika ebenfalls auf dem Blech verteilen und gemeinsam weitere 10 bis 15 Minuten braten, bis alles schön gebräunt ist und die Paprika blasen werfen.
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In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen und mit den Mandeln grob hacken.
6 Knoblauchzehen
100 g Mandeln, ganz -
Das Olivenöl mit dem Knoblauch und den Mandeln in einer Pfanne bei mittlerer Stufe erhitzen, bis alles goldfarben geröstet ist. Das dauert etwa 5 Minuten. Danach in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
150 ml Olivenöl
-
Die Petersilie grob hacken, die Schokolade fein reiben und beides mit dem Sherry-Essig und dem Knoblauch-Mandel-Öl zu einer Salsa verrühren.
1 Bund Petersilie
30 g Schokolade, zartbitter (Kuvertüre)
1 EL Sherry-Essig -
Die Salsa mit Salz und Piment d’Espelette kräftig abschmecken.
Salz
Piment d’Espelette -
Den Karfiol und die Bratpaprika auf Teller (oder einer Servierplatte) verteilen, mit der Salsa beträufeln, etwas frischer Petersilie und Meersalzflocken garnieren und servieren.
Petersilie, zum Garnieren
Meersalzflocken


Nach einem Jahrzehnt voll kulinarischer Inspiration endet die Reise hier also noch lange nicht, denn eine der größten Überraschnungen, mit denen ich vor zehn Jahren nie gerechnet hätte, ist die Aufmerksamkeit die ein so kleiner Blog erlangen kann und das motivierende Feedback vieler Leser und Gleichgesinnter.
Dankeschön dafür und Gutes Gelingen!

Schoko in der Salsa hat mich jetzt aufhorchen lassen, das muss ich als Karfiolliebhaberin ausprobieren!
Schön, wenn es hier weitergeht, ich freu mich auf weitere Anregungen, bewundere deine eleganten Menüs und wünsche happy Bloggeburtstag!
lg
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Unbedingt, liebe Friederike! Karfiol und Schoko sind ein wahres Dream-Team und die ganze Salsa hebt das Gericht in eine andere Dimension – ich schwärme noch immer davon!😜 Ich werde mich bemühen meine „Kreativpausen“ so kurz wie möglich zu halten.
Ganz lieben Dank und Grüße aus Graz,
Günter
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Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum! Zehn Jahre sind eine stolze Zeit! Ich freue mich auf alles, was noch kommt und die heutige Kreation sieht absolut köstlich aus! Viele Grüße und weiterhin viel Freude am Bloggen! Barbara
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Ja, in zehn Jahren ist schon einiges zusammengekommen und Ideen und Inspirationen für viele weitere Gerichte sind schon vorhanden. Ich muss nur meine „Schreibpausen“ wieder etwas kürzer halten. Es freut mich sehr, dass dir meine Kreationen immer wieder gefallen.
Vielen Dank und liebe Grüße
Günter
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Ja, lieber Günter, so vergeht die Zeit!
Auch ich «muss» nicht zurückblicken, Blog-Geburtstag? – nein danke!
Und eine ausgefeilte Strategie gibt es auch bei mir nicht, was ich beim Bloggen sehr schätze. Als ehemaliger Kochbuchautor war der Zwang, dass alle Rezepte in einem Buch irgendwie zusammenpassen mussten, manchmal sogar eine Kreativ-Bremse!
Für die nächsten 10 Jahre wünsche ich dir weiterhin viel Kochfreude und den Drang, immer wieder Neues auszuprobieren!
Felix
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Stimmt, Felix!
Nach vorne schauen ist sowieso besser und wenn man ganz nach Lust und Laune Kochen und darüber berichten kann ist das klar ein Vorteil.
Auf jeden Fall möchte ich versuchen meine Kreativpausen wieder zu verkürzen und öfter Beiträge zu posten, denn gekocht wird sowieso (fast) jeden Tag.
Vielen Dank!
Günter
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